Leinen waschen

Leinen bietet uns im Alltag viele Vorteile, ob als Bettwäsche oder als Kleidung. Doch bei der Wäsche und Pflege muss man einiges beachten. Wir haben für Dich eine Anleitung aufgestellt, was Du alles beachten musst.

Einige Stoffe benötigen bei der Wäsche besonders viel Aufmerksamkeit. Hierzu gehören auch Leinen, eine Naturfaser, welche ziemlich empfindlich ist. Doch der Stoff hat im alltäglichen Gebrauch richtig viele Vorteile: Er ist recht robust, fusselt kaum und wirkt antistatisch. Darüber hinaus ist Leinen atmungsaktiv und kann Feuchtigkeit optimal aufnehmen. Kein Wunder also, dass Leinen als Sommerkleidung oder Sommerbettwäsche so beliebt ist, schließlich kann man in den warmen Monaten kühlende Stoffe gebrauchen. Damit Du lange Freude an Deinen Leinentextilien hast, haben wir einige Tipps zum richtigen Waschen, Trocknen und Bügeln zusammengestellt.

 verschiedene Leinenstoffe

 

Inhaltsverzeichnis 

  1. Das Pflegeetikett beachten 
  2. Leinen in der Waschmaschine waschen
  3. Bei wie viel Grad darf man Leinen waschen?
  4. Das richtige Waschmittel 
  5. Leinenstoffe: So verhinderst Du das Eingehen
  6. Leinen per Hand waschen
  7. So trocknest Du Leinen richtig
  8. Leinen knitterfrei bekommen: Einsatz für das Bügeleisen
  9. Erste Hilfe gegen Flecken und Gerüche

 

Das Pflegeetikett beachten

Du solltest auch hier in jedem Fall vor der ersten Wäsche einen Blick auf das Waschetikett des Herstellers werfen. Leinen kann auch mit anderen Materialien gemischt sein, sodass sofort andere Regeln beim Waschen gelten. Hier findest Du die ersten wichtigen Informationen: Darf Leinen in die Maschine oder muss es mit der Hand gewaschen werden? Bei wie viel Grad darf es gewaschen werden? Kann man das Leinentextil in den Trockner geben? Nun hast Du die ersten wichtigen Informationen und kannst direkt mit dem Waschen loslegen.

Leinen in der Waschmaschine waschen

In der Regel kann Leinen problemlos in die Waschmaschine gegeben werden. Davor solltest Du unbedingt die Wäsche nach Farben sortieren, da diese unterschiedlich behandelt werden müssen und selbstverständlich auch ein Abfärben vermieden werden soll.
Allgemein empfiehlt sich, Leinen im Schonwaschgang zu waschen. Hier wird das Gewebe nur gering geschleudert, was die Fasern schützt. Außerdem liebt Leinen Feuchtigkeit und viel Wasser im Waschgang. Stopf Deine Maschine also keinesfalls voll und lass den Textilien genug Platz.

Bei wie viel Grad darf man Leinen waschen?

Tatsächlich verträgt einzelnes Leinengewebe hohe Temperaturen von bis zu 95 Grad. Dies gilt für rein weißes, ungefärbtes Gewebe. Bei Textilien wie Bettwäsche können so alle Bakterien oder Keime abgetötet werden, was gerade bei Allergikern ein großer Vorteil ist. Ansonsten kann weißes Leinen auch bei 60 Grad gewaschen werden. Ist der Stoff gefärbt oder bestickt, dann darf es nur bei maximal 40 Grad gewaschen werden.

Das richtige Waschmittel

Leinen ist anspruchsvoll, so auch bei der Wahl des richtigen Waschmittels. Bei weißen, ungefärbten Leinentextilien kannst Du das Universalwaschmittel verwenden. Es eignet sich für Temperaturen von 30 bis 95 Grad und erhält, dank Anti-Grau-Schutz, das strahlende Weiß. Gefärbtes, bedrucktes oder besticktes Leinen benötigt ein anderes Waschmittel. Hier empfiehlt sich das Woll- und Feinwaschmittel. Dieses ist besonders sanft zur Wäsche und befreit die Textilien dennoch gründlich von Verschmutzungen, Gerüchen oder Keimen.
TIPP: Keinesfalls einen Weichspüler verwenden, empfindliche Stoffe können beschädigt werden und die Optik des Stoffes wird beeinträchtigt!

Leinenstoffe: So verhinderst Du das Eingehen

Grundsätzlich ist es vollkommen normal, dass Leinen leicht einlaufen, vor allem bei der ersten Wäsche. Ein Eingehen von drei bis fünf Prozent ist demnach immer möglich. Am besten berücksichtigst Du dies schon beim Kauf des Textils. Damit die Leinen aber nicht noch mehr eingehen, solltest Du bei der ersten Wäsche, auch bei weißen Leinen, eine geringe Temperatur von 30 Grad und den Schonwaschgang auswählen.

Leinen per Hand waschen

Wenn das Pflegeetikett nichts anderes erlaubt, muss das Leinentextil per Hand gewaschen werden. Hierzu eine große Wanne mit lauwarmem Wasser und etwas Waschmittel füllen und den Leinenstoff hinzugeben. Nun sanft hin und her bewegen. Leinen dürfen keinesfalls eingedreht oder geschrubbt werden! Nun vorsichtig aus dem Wasser nehmen und auf ein Handtuch legen, damit die Feuchtigkeit entweicht. Zum Trocknen das Textil flach über einen Wäscheständer legen.
TIPP: Gerade neuere Waschmaschinen haben einen speziellen Handwaschgang, der hier zum Einsatz kommen kann!

So trocknest Du Leinen richtig

Nach dem Waschen muss das Leinen nun natürlich auch noch trocken werden. Wenn laut Pflegeetikett erlaubt, kannst Du die Textilien in den Trockner geben. Allerdings nur bei sehr niedriger Temperatur, Leinen sollte beim Herausnehmen noch feucht sein. Wer keinen Trockner hat oder sich nicht rantraut, der sollte es in einem möglichst flachen Zustand trocknen, zum Beispiel ausgebreitet über einem Wäscheständer. Wäscheklammern oder Ähnliches könnten schnell Flecken und Abdrücke auf dem empfindlichen Stoff hinterlassen.

Leinen knitterfrei bekommen: Einsatz für das Bügeleisen

Auch wenn der Stoff empfindlich ist, Leinen sollte unbedingt gebügelt werden. Dazu sollte das Textil noch leicht feucht sein. So bekommst Du es einfach in Form und befreist es effektiv von Falten. Am besten benutzt Du zum Bügeln ein Dampfbügeleisen.

Erste Hilfe gegen Flecken und Gerüche

Flecken oder unangenehme Gerüche machen auch vor Leinen nicht halt. Doch mit ein paar Tricks gehen diese schnell und unkompliziert wieder weg:

Flecken-Gel

Bei Verschmutzungen kann Flecken-Gel schnelle Abhilfe schaffen. Dazu entfernt es auch hartnäckige Rückstände von Gras, Kakao, Fett oder Blut. Zur Anwendung einfach etwas von dem Gel mit dem Bürstenkopf auf die betroffene Stelle geben und einwirken lassen. Danach kann das Leinentextil dann ganz normal in die Waschmaschine gegeben werden. Bei sehr hartnäckigen Verschmutzungen kann der Vorgang wiederholt werden.

Das Haushaltsmittel Essig

Essig ist ein Allrounder im Haushalt. Auch für Leinen kann er eingesetzt werden. Bei gefärbten Leinen kann er zur Wäsche hinzugegeben werden, um die Textilien vor dem Ausbleichen zu schützen. Essig hilft darüber hinaus aber auch gegen Schweißflecken und Schweißgeruch. Dazu etwas Essig mit Wasser mischen und auf die entsprechenden Stellen geben, kurz einwirken lassen und ausspülen. Danach kann das Leinentextil wie gewohnt in der Maschine gewaschen werden.