Wäsche in der Wohnung richtig trocknen

Spätestens sobald es draußen nass und kalt wird, man keinen Balkon oder Garten hat, kann man Wäsche nicht draußen trocknen. Deshalb müssen wir das Trocknen in unsere vier Wände verlagern. Wir zeigen dir mit unserer Anleitung, wie dir das ganz einfach gelingt.

Es gibt verschiedene Gründe, warum es notwendig ist, die frisch gewaschene Wäsche in der Wohnung zu trocknen. Zum Beispiel verfügt nicht jeder über einen Balkon, einen Garten oder einen Heizungskeller oder im Winter ist einfach das Wetter zu schlecht, sodass die Wäsche nicht im Außenbereich aufgehängt werden kann. Ganz egal, warum du deine Wäsche in der Wohnung trocknen musst, du solltest auf jeden Fall einige Punkte beachten, um keine unschönen Überraschungen zu erleben. Wir zeigen dir, welche Gefahren das Wäsche trocknen in der Wohnung mit sich bringt und wie du deine Textilien zu allen Jahreszeiten problemlos in den eigenen vier Wänden trocknen kannst.

 Wäsche in der Wohnung richtig trocknen

Inhaltsverzeichnis:

 

Warum kann das Trocknen von Wäsche in der Wohnung zum Problem werden?

Durch die nasse Wäsche steigt die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung stark an, was zu einer erhöhten Gefahr der Schimmelbildung führt. Allein ein Korb mit Wäsche gibt dabei rund zwei Liter Wasser an seine Umgebung ab! Kann diese Feuchtigkeit aus den Räumen nicht entweichen, so setzt sie sich an den Wänden oder Fenstern ab und begünstigt das Wachstum von Schimmelpilzen.
Schimmel ist dabei besonders gefährlich für Menschen mit schwachem Immunsystem, Allergien oder Asthma und kann auch bei gesunden Menschen zu unangenehmen Erkrankungen führen.

Wie trockne ich meine Wäsche in der Wohnung richtig?

Zuerst geht es an das Wäsche waschen selbst. Hier sortierst du deine Textilien nach Farben und Materialien und stellst an der Maschine das passende Programm ein. Zum Waschen eignet sich dabei das Color Flüssigwaschmittel Limette besonders gut. Es kann nicht nur für Temperaturen von 30 bis 95 Grad genutzt werden, sondern es ist auch für zahlreiche Faserarten geeignet und sorgt dafür, dass die Leuchtkraft der Farben erhalten bleibt.
Um die Wäsche richtig zu trocknen, kannst du außerdem schon beim Waschen beziehungsweise wenn du die Wäsche aus der Maschine holst, gute Vorbereitungsarbeit leisten:

Beim Schleudern die maximale Drehzahl einstellen
Je höher der Schleudergang ist, desto weniger Restfeuchtigkeit enthalten die gewaschenen Textilien und so wird auch in der Wohnung weniger Feuchtigkeit verteilt. Gerade bei neuen Waschmaschinen lässt sich der Schleudergang bei jedem Waschprogramm individuell einstellen. Überprüfe allerdings vorab, ob deine Textilien hohe Schleudergänge vertragen, gerade bei empfindlichen Fasern solltest du darauf verzichten.

Textilien vor dem Aufhängen ausschütteln
Kleidung, die in der Wohnung getrocknet wird, wird häufig relativ hart. Um dem vorzubeugen, solltest du deine Wäschestücke vor dem Aufhängen gut ausschütteln. Hänge deine Textilien außerdem großflächig auf, denn je mehr Platz sie haben, umso schneller trocknen sie.

Das richtige Zimmer zum Wäsche trocknen
Zum Wäsche trocknen Wohnung ist das richtige Zimmer von großer Bedeutung. Dazu gehört unter anderem eine optimale Zimmertemperatur. Ein Raum mit einer Temperatur von etwa 20 Grad eignet sich ideal, um die Wäsche zu trocknen. Unbeheizte, kalte Räume sind hingegen nicht geeignet, da die kalte Luft kaum bis keine Feuchtigkeit aufnehmen kann und sich diese dann an sofort an den Wänden oder Fenstern absetzt. Der Raum sollte außerdem ein Fenster oder eine Lüftungsanlage haben, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Zusätzlich solltest du in dem ausgewählten Raum für Durchzug sorgen. Damit die von der Wäsche abgegebene Feuchtigkeit gut entweichen kann, öffnest du am besten zwei Fenster, sodass du einen Durchzug hast. Im Idealfall befinden sich die Fenster auf den gegenüberliegenden Seiten, so kann die Luft optimal zirkulieren.
Damit du den für dich passenden Raum auswählen kannst, haben wir eine Übersicht über die gängigen Zimmer mit deren Vor- und Nachteilen zusammengestellt:

Bad
Das Bad eignet sich sehr gut zum Wäschetrocknen, da der Wäscheständer hier meist auch weniger stört als in anderen Wohnräumen. Hast du viel Platz, so kannst du einen normalen Wäscheständer nutzen, bei wenig Platz bietet sich beispielsweise ein Badewannentrockner an, welcher über der Badewanne befestigt wird. Diese Lösung ist auch ideal für noch tropfende Wäsche. Ein Fenster oder eine Lüftung sollte zum Wäsche trocknen im Bad jedoch vorhanden sein.

Keller
Kellerräume eignen sich eher nicht, da sie kalt und nicht beheizt sind und oftmals keine Möglichkeit zum Lüften besteht. Kann dein Keller beheizt und gelüftet werden, so kannst du ihn im Winter zum Wäsche trocknen in der Wohnung nutzen. Im Sommer ist allerdings davon abzuraten, wegen der sowieso schon hohen Luftfeuchtigkeit in Kellerräumen.

Kinderzimmer
Kinderzimmer sind für das Wäsche trocknen eine Option, wenn sie gut durchlüftet werden können. Im Winter kann die durch die Wäsche abgegebene Feuchtigkeit sogar gut für das Raumklima sein, denn durch die Heizung entsteht in Räumen oft zu trockene Luft, welche Erkältungen oder andere Erkrankungen begünstigt. Aber Achtung vor zu viel Feuchtigkeit, hier kann sich Schimmel bilden. Am besten ein Hygrometer nutzen, welches die Luftfeuchtigkeit im Raum anzeigt.

Schlafzimmer
Das Schlafzimmer verhält sich zum Wäsche trocknen wie das Kinderzimmer. Es ist jedoch nicht geeignet, wenn es dort immer sehr kühl bis kalt ist.

Wohnzimmer
Das Wohnzimmer ist ganzjährig geeignet, um Wäsche darin zu trocknen. Falls du dort wenig Platz hast, so helfen kleine Wäscheständer oder Wäscheständer, welche an der Heizung montiert werden können. Auch hier auf ausreichendes Lüften achten.

Trockenraum oder Hauswirtschaftsraum
Diese Räume sind sehr gut geeignet. Hier kann die Wäsche in Ruhe trocknen und sie nimmt dazu keinen Platz in der Wohnung weg.


Wäscheständer richtig positionieren

Für ein zügiges Trocknen der Wäsche ist es nicht nur wichtig, in welchem Raum der Wäscheständer steht, sondern auch, wie er positioniert wird. Stelle ihn deshalb niemals frontal gegen den Luftzug. Für eine gleichmäßige Trocknung solltest du den Wäscheständer dagegen mit der Kopfseite an das offene Fenster stellen. So kann die durchziehende Luft problemlos alle Kleidungsstücke erreichen. Die Wäsche sollte dazu vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden, die UV-Strahlung in Kombination mit der Nässe in den Textilien kann für Verfärbungen oder ein Ausbleichen der Farben sorgen.

Wäsche trocknen im Winter

Wenn du deine Wäsche im Winter in der Wohnung trocknest, so ist regelmäßiges Stoßlüften sehr wichtig. Hierbei wird frische Luft in den Raum gelassen und die entstandene Feuchtigkeit kann nach außen transportiert werden. Achte jedoch darauf, dass beim Lüften möglichst wenig Wärme sowie Energie verschwendet werden.

Handtücher in der Wohnung richtig trocknen

Hänge deine Handtücher möglichst glatt und gerade auf, denn in Falten kann sich die Feuchtigkeit stauen, was das Trocknen erschwert. Um das Wäsche trocknen zu beschleunigen, empfiehlt es sich außerdem, Wäscheklammern zu benutzen. Dazu solltest du deine Handtücher vor dem Aufhängen gründlich ausschütteln, um die Fasern zu lockern. Direkte Sonneneinstrahlung sowie eine zu lange Trocknungszeit solltest du vermeiden, da die Fasern der Tücher sonst hart und rau werden. Achte außerdem auf einen guten Durchzug. Durch eine gleichmäßige Luftbewegung werden die Handtücher weicher, fehlt diese, so fühlen sie sich auf der Haut rau und unangenehm an.

Alle Tipps kurz zusammengefasst

Hier noch einmal alle wichtigen Tipps zum Wäsche in der Wohnung trocknen auf einen Blick:

- Die Schleuderzahl solltest du so hoch wie möglich einstellen
- Die Textilien nach dem Waschen ausschütteln
- Textilien so aufhängen, dass sie ausreichend Platz haben
- Fenster zum Trocknen öffnen und gut lüften
- Den passenden Raum auswählen
- Im Winter das Stoßlüften und das Heizen energiesparend vereinbaren
- Wäscheständer mit Kopfseite an das offene Fenster stellen
- Wäsche nicht in der direkten Sonne trocknen lassen

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